Februar 2018

Silke und Jan in einem leeren Haus

Ein kurzer Monat. Viel zu kurz. Nicht nur, dass ein Februar sowieso immer kürzer ist als andere Monate, für uns war der Februar 2018 der letzte Monat mit Wohnsitz in Deutschland, in dem wir alles geregelt haben mussten, um die Wohnung aufzulösen, die Reise vorzubereiten, unseren VW Bus „Kittymobil“ zum Hauptwohnsitz fertig umzubauen und unser „geregeltes Leben im geregelten Deutschland“ hinter uns zu lassen.

Silke bringt Pakete zu einem Kurier

Die letzten zwei Monate hatten wir damit verbracht, unseren gesamten Besitz zu verkleinern. Seit Mitte Dezember hatten wir kein Sofa mehr, seit Weihnachten kein Bett, fast täglich verließ ein Einrichtungsgegenstand unsere Wohnung. Viel hatten wir über eine Facebookgruppe „Krefeld zu verschenken“ abgegeben, einiges über ebay Kleinanzanzeigen und sehr viel Kleinkram über ebay und Internetforen verkauft. Der tägliche Gang zur Packstation mit einem Berg Pakete war unser Alltag. Unsere Kleidung hatten wir auf zwei kleine Sporttaschen reduziert, in denen sich nur noch Kleidung mit Erinnerungswert (mein Brautkleid) oder Klamotten befanden, die auch in 10 Jahren noch tragbar waren, wie Jans Anzug und mein „kleines Schwarzes“. Nach und nach verließ unser Hab und Gut unsere Wohnung auf Nimmerwiedersehen. Und es fühlte sich gut an, befreiend! Beim Kassensturz hatte Jan rund 4500€ eingenommen, ich 2500€.

zwei Männer mit Möbeln in einem Lieferwagen

Leider ist der Winter nicht die beste Jahreszeit, um Motorräder zu verkaufen, weswegen meine WR250F und Jans EXC500 keine neuen Freunde fanden. Aufgrund eines Garageneinbruchs am letzten Januarwochenende war zwar unser Werkzeug schlagartig auf Null geschrumpft (so kann man seinen Haushalt auch verkleinern…), aber durch den bis heute (Juni 2018) andauernden Disput mit der KFZ Versicherung war ein Verkauf der KTM sowieso schwierig. Aber Jans Iveco Daily „Kluti“ wechselte über ebay seinen Besitzer und die XR600 verschwand in Einzelteilen in allen Teilen Deutschlands.
Die letzten Wochen hatten wir jedes Teil in unserem Besitz 3x umgedreht und uns überlegt, ob wir es wirklich brauchten, ob es Sinn machen könnte, es aufzubewahren, ob unser Herz daran hing. Wir waren ziemlich radikal und das meiste, was wir anfassten, ging in andere Hände über. Doch ab Mitte Februar hatten wir kaum noch Geduld und so verschwanden Dinge in Kisten, von denen wir schon heute wissen, dass sie in einem anderen Haushalt viel besser aufgehoben wären als in unserer Garage. Doch gegen Ende rann uns die Zeit durch die Finger. Am 27.2.2018, als wir der Maklerin unseren Wohnungsschlüssel übergaben, standen in unserer einen Garage außer den beiden nicht verkauften Enduros einige Kartons mit Erinnerungsstücken, von denen wir uns nicht trennen konnten, ein paar alten Möbeln, z.B. von meiner Oma, die auch keinesfalls in fremde Hände durften und das an Haushalt, was wir nicht los geworden waren. Die andere Garage blieb nur halb voll mit drei weiteren Motorrädern, da wir keinen vertrauenswürdigen, zahlenden Untermieter gefunden hatten.

Innenraum des Wohnmobils

Am 27.2.2018 zogen wir in den VW T4 „Kittymobil“. Eigentlich hatten wir seit Weihnachten schon sehr viele Nächte darin verbracht, denn in der Wohnung hatten wir ja kein Bett mehr. Leider war das Datum unseres Umzuges in den Bulli zur Zeit der „Russenpeitsche“, einem extremen Kälteeinbruch mit Tagestemperaturen im zweistelligen Minusbereich. Das Problem daran lag nicht im Komfort, sondern darin, dass der Abwasserschlauch unseres Waschbeckens hinter der Stoßstange verläuft und unser Zahnputzwasser gefror, bevor es den Abwassertank unter dem Bus erreicht hatte. Was tun? Die Stoßstangenheizung haben wir nicht erfunden, aber Ryanair bot uns für 145€ die Möglichkeit der Winterflucht nach Gran Canaria, wo weltumsegelnde Freunde gerade im Hafen lagen. So begann unser neuer Lebensabschnitt völlig spontan auf Gran Canaria und nicht, wie ursprünglich geplant, auf Römö.

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