
… oder wie man Glück im Unglück haben kann. Wir kamen ursprünglich nach Duschanbe, um uns von unserer Lebensmittelvergiftung und Afghanistan zu erholen – und sind letztendlich in Taschkent gelandet. Pläne umsetzen war noch nie so ganz unsere Stärke, aber am Ende ist immer alles für irgendetwas gut…

Als wir aus Afghanistan ausgereist sind, brauchten wir dringend eine Pause. Wir hatten fünf Tage lang maximal ein bisschen Brot gegessen, weil wir beide die schlimmste Lebensmittelvergiftung unseres Lebens durchgemacht hatten. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es anderen Reisenden, auch solche die schon länger unterwegs sind als wir (gibt es!), in Afghanistan genauso ergangen ist und einige sogar deswegen im Krankenhaus in Herat oder Kandahar gelandet sind. Wir waren völlig ausgezehrt und brauchten gutes, sauberes Essen, um wieder zu Kräften zu kommen.
Wir brauchten auch dringend ein bequemes Bett, denn Betten in Afghanistan sind die härtesten Betten der letzten Jahre (Ausnahme: Elfenbeinküste und Benin) und wir sind jede Nacht mehrmals aufgewacht, weil irgendwelche Gliedmaßen „eingeschlafen“ waren. Die letzte Nacht in Afghanistan bin ich morgens um vier in einen ranzigen Plastiksessel „umgezogen“, weil er weicher war als das Bett. Außerhalb von Kabul ist Afghanistan so, wie wir es aus West- und Zentralafrika kennen: selbst für ganz viel Geld kann man sich keinen Komfort kaufen, denn es gibt ihn nicht. In unserem Fall: komfortable Betten Fehlanzeige.

Wir buchten uns im Zentrum Duschanbes in eine Ferienwohnung ein: mit voll ausgestatteter Küche und Supermarkt um die Ecke, um gut und hygienisch einwandfrei essen zu können und mit einem Bett, in dem die Matratze sich an den Körper schmiegt und ihn nicht wieder abstößt. Und in der Nähe diverser, wunderschöner Parkanlagen zum Spazieren und nächtlichem Flanieren. Duschanbe hat uns mit all dem Grün positiv überrascht und begeistert. Als recht neue Hauptstadt, die 1924 gerade mal 283 Einwohner hatte, gibt es dort wenig historische Sehenswürdigkeiten, aber viel alten Baumbestand, der für schattige Alleen und schöne Parks sorgt. Und überall, wo in Duschanbe neu gebaut wird (und es wir sehr viel neu gebaut!) wird entweder Rücksicht auf den bestehenden Baumbestand genommen, weil die Neubauten anstelle alter Plattenbauten entstehen, oder es wird neu angepflanzt, um neue Alleen zu schaffen.

Zusätzlich zu den vielen, alten Bäumen gibt es überall Blumen und wunderschön angelegte Grünstreifen und Verkehrsinseln. Selbst vor Ämtern und Behörden stehen Bänke unter schattigen Bäumen neben bunten Blumenbeeten. Wir sind jeden Tag begeistert durch eine andere Grünanlage zu einem anderen Café der Stadt spaziert und haben abends an Springbrunnen gesessen oder mit Einheimischen die mit LED-Lichterketten wunderschön beleuchteten Parks genossen. Der ÖPNV fährt übrigens komplett elektrisch: die Busse sind Trolleybusse mit Oberleitung und alle Taxis chinesische Elektroautos. Der Bürger wird nicht gegängelt und darf seinen alten Opel Astra ins Zentrum fahren… Eine sehr angenehme Hauptstadt, die uns sehr gutgetan hat!

Mittagessen bei Toyota
Auch Hans bekam etwas Wellness: weil wir den berühmt-berüchtigten, teils ziemlich groben Salang Pass in Afghanistan zwei Mal gefahren sind, wollten wir ihn auf die Bühne nehmen lassen, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist, denn auf gutem Asphalt spürten wir Vibrationen und ich hörte Geräusche. In Tadschikistan gibt es keine Volkswagen, also fuhren wir zu Toyota. Dort wurden wir herzlich empfangen und gleich Mal von den Mitarbeitern in die Kantine zum Mittagessen eingeladen. Eine Felge von Hans hat so gelitten, dass sie nicht mehr zu 100% auszuwuchten ist und das zu leichten Vibrationen auf popoglattem Asphalt führt. Ist nicht schlimm, wir hatten sowieso geplant, in Almaty vier neue Stahlfelgen zu kaufen. Das Geräusch war eines der Radlager hinten, die wir in Aktau schon getauscht hatten. Wir hatten dort aber leider keine SKF-Qualitätslager bekommen und waren damals unsicher, wie lange die minderqualitativen Lager halten. Jetzt wissen wir es: durch Turkmenistan, Usbekistan und Afghanistan bis Tadschikistan. Leider gab es wieder keine Qualität als Ersatz und wir mussten unsere noch schlechteren „Notfall-Radlager“ verbauen lassen.

Nach insgesamt 10 Tagen Duschanbe mit gutem Essen, vielen Spaziergängen, gutem Schlaf und Waschmaschine fuhren wir gen Norden: raus aus der (wirklich netten, grünen) Stadt, rein in die Berge! Wir wollten an den „7 Seen“ campen und das Fann Gebirge genießen. Wir fuhren durch die schroffe Bergwelt über einen 2700m hohen Pass und durch nette Örtchen entlang eines Flusses. Und dann gingen plötzlich unsere Fenster nicht mehr auf. Weil Hans so ein hypermodernes Auto mit elektrischen Fensterhebern ohne praktische Kurbel ist, war das natürlich doof. Wir entschieden, erstmal in ein Hostel zu gehen und dort nach der Ursache zu suchen, statt in die Berge zum Campen, denn der Himmel wurde schwarz und ein Unwetter zog auf.

Wir fanden den Fehler des Fensterhebers nicht, verbrachten aber einen langen, schönen Abend mit Gleichgesinnten und schliefen im Hof des Hostels im Auto, da jetzt Hauptsaison ist und alles ausgebucht war. Im Auto zu schlafen, bei dem die Fenster nicht zu öffnen sind, ist auch etwas blöd. Deswegen beschlossen wir: wir fahren zu den 7 Seen als Tagesausflug, nicht zum Campen und dann nach Usbekistan, weil es dort Volkswagen gibt und die Grenze nur 20km entfernt war. Als wir uns vom Hostel verabschiedeten, bekamen wir noch die Info, dass das Unwetter des Vorabends eine Schlammlawine ausgelöst habe, die die Straße zu den Seen versperre, aber gerade beseitigt werde.

Wir fuhren los, eine gut gepflegte Schotterpiste entlang eines wilden Bergflusses in die Fann – Berge hinein. Acht Kilometer vor dem Ziel stoppte uns ein Mann und erklärte, der Fluss habe die Straße weggespült und es gäbe kein Weiterkommen. Wir beobachteten die Situation noch eine Weile, entschieden uns aber dann, umzukehren. Wo auf der Hinfahrt nur etwa eine Stunde vorher die Piste etwas vom Fluss befeuchtet war, floss nun über gut 100m das Wasser über den Weg. Jetzt, ein paar Tage später, wissen wir, dass die Straße zwei Tage lang unpassierbar wurde und wären die Fensterheber nicht kaputt gegangen, hätten wir drei Tage in den Bergen festgesteckt. Hans passt einfach gut auf uns auf!

Wir fuhren nach Usbekistan. Bei der Grenzkontrolle ließ ein Beamter seinen jungen, sehr impulsiven Hund völlig ungebremst und ohne Vorwarnung in unser Bett springen, auf dem unsere afghanischen Papierdrachen lagen. Der Hund verhedderte sich völlig in einem der Drachen und sprang völlig panisch samt Drachen an den Pfoten wieder aus dem Auto. Es dauerte eine Weile, bis der Grenzer verstand, was er da gerade verursacht hatte, aber dann war er immerhin nett und brachte 10$ aus der Kasse des Zolls als Entschädigung. Dafür kann man zwar nicht zurück nach Kabul fahren, um neue Drachen zu kaufen, aber immerhin. Als wir sahen, wie auf usbekischer Seite Familien mit Kindern sogar ihre Schwimmtiere vom Badesee und Ersatzräder auspacken und kontrollieren lassen mussten, aber Fußgänger mit Handgepäck in Minuten dank schnellem Gepäckröntgen die Grenze passiert hatten, dachten wir, dass es vielleicht mal wieder an der Zeit wäre, nur mit Handgepäck statt mit Fahrzeug zu reisen. Keine afrikanische Grenze hat jemals so dämlich und penibel kontrolliert und so viel unnötig Zeit gekostet wie jede Grenze der ehemaligen GUS. Warum jeder Anfänger nach Osten fährt, aber Angst vor Grenzen in Afrika hat, können wir nicht nachvollziehen.

Nach Samarkand wären es 40km gewesen, aber in dem Disneyland waren wir nun schon oft genug und so fuhren wir nach Taschkent, wo wir 2020 während der Pandemie 3,5 Monate gewohnt haben und Freunde besuchen wollten. Eigentlich nicht jetzt, aber die besten Ideen sind spontan und so rollten wir spät nach Taschkent hinein und verbrachten eine erste Nacht im Hotel. Am nächsten Morgen fuhren wir als erstes zu VW, wo wir herzlich empfangen wurden und mit uns gleich ein Video gedreht wurde, in dem es um die Zuverlässigkeit von VW-Autos ging. Im Showroom lernten wir ordentlich dazu. In Deutschland wird ja gerade Volkswagen von den Medien wie die Sau durchs Dorf getrieben, aber was dort nicht berichtet wird: in anderen Ländern werden kontinuierlich Werke eröffnet. Nur in Deutschland geschlossen, weil der Standort Deutschland und die restriktive EU… Ach, wir dürfen hier ja nichts Negatives über Deutschland schreiben…

In Usbekistan eröffnet VW jedenfalls nächstes Jahr ein neues Werk, so wie schon in Ghana 2020 und 2023, in Ruanda 2022 und China 2024. Zusätzlich zu den schon bestehenden 83 VW-Produktionsstätten außerhalb Deutschlands. Das erzählt die Presse nicht, denn das könnte ja bedeuten, dass irgendwas mit den EU-Vorgaben, der deutschen Umweltauflagen, Bürokratie und Kostenstruktur durch Auflagen und Nebenkosten nicht stimmt. Es ist nicht nur VW, sondern auch Miele, Stihl, Bosch, Continental, Michelin, Viessmann und andere deutsche Traditionsmarken, die ihre Produktion komplett oder zum großen Teil ins Ausland verlegen. Aber alles gut in Deutschland…

Hier gibt es jedenfalls nicht nur Modelle von VW, die es in Europa nicht gibt (den VW Tharu oder Teramont z.B.) und auch VW Marken, von denen Europäer noch nie gehört haben. Die Marke (ja, Marke!) Jetta zum Beispiel, welche diverse Modelle der VW Jetta Familie unter eigener Marke verkauft. Was uns VW nicht verkaufen konnte: Luftfilter, Radlager und einen Mechaniker, der nach den Fensterhebern schaut. Wir waren schichtweg an der falschen Niederlassung, der Standort hatte gerade erst eröffnet und die Werkstatt wird erst in zwei Wochen fertig. Ein Anruf bei den Kollegen am Hauptstandort brachte uns eine Adresse, an der wir alles finden konnten.

Die Adresse entpuppte sich als ein modernes Einkaufszentrum für KFZ, in dem bestimmt hundert Geschäfte alles verkaufen, was man so rund ums Auto brauchen könnte: vom einzelnen „Nupsi“ für die Plastikverkleidung in allen Farben bis hin zum riesigen Kühlergrill oder Motorenteilen. Für Hans gab es neue, gute Koyo Radlager, neuen Luftfilter und Oktanbooster, denn wir hatten in Afghanistan „Klingelsprit“ getankt und wollten für den Pamir Highway zur Sicherheit noch für zwei Tankfüllungen vorbereitet sein. Ein KFZ-Elektriker machte sich dann an die Fensterheber. Der Anfangsverdacht, dass es das Relais sein könnte, bestätigte sich nicht. Er fand, tief versteckt in den Eingeweiden, eine defekte Sicherung. Die darf nach 35 Jahren mal dünn werden!

Die Fenster gehen nun wieder auf (und zu) und wir fuhren zu unseren ehemaligen Vermietern, mit denen wir uns während der Pandemie angefreundet hatten. Lilu und ihre Mutter haben in den vergangenen Jahren ein altes Häuschen bezogen und weil Lilu seit Jahren Kurse gibt, wie man mit Kreidefarben und Applikationen alte, schäbige (sowjet-) Möbel „upcycelt“, konnte das nur ein Paradies geworden sein! Und so war es auch. Wir verbrachten einen langen, schönen gemeinsamen Abend in dem wunderschön renovierten Häuschen und schliefen in Hans in der Einfahrt. Am nächsten Morgen weckten uns die Enten im Garten und wir frühstückten zusammen draußen im Paradies. Es ist schön, wenn man unterwegs Menschen trifft, bei denen man einfach da anknüpfen kann, wo man aufgehört hat, weil man über Jahre den Kontakt gepflegt hat und nicht wie bei jeder neuen Reisebekanntschaft dieselben Gespräche über „woher, wohin, wie lange“ führt.

Und dann beschlossen wir spontan, wieder in unsere Wohnung von damals einzuziehen, denn sie war gerade frei. Lilus Mutter packte uns Bettwäsche und Handtücher ins Auto, dann fuhren wir los. Erst zur Werkstatt, die noch schnell Radlager wechselte, denn unser „Notfall-Ersatzlager“, das wir mangels Alternativen in Duschanbe hatten einbauen lassen, war nach nur 800km schon wieder kaputt. Merke: wer billig kauft, kauft zwei Mal. Auch „für den absoluten Notfall“ sollten Ersatzteile von höchster Qualität sein! Dann parkten wir Hans dort, wo unsere gemeinsame Geschichte begonnen hatte: vor der „Platte“, in der wir damals die ersten Monate der Pandemie gewohnt haben. Dort, auf dem Sofa, hatte ich per Telefon ungesehen unseren heutigen „Overlander“ in Sofia gekauft, nachdem wir nach 3,5 Monaten Wartezeit einen Flug nach Bulgarien gebucht hatten. Der Kreis hatte sich zufällig geschlossen.

Kaum eingezogen, liefen wir los auf „unseren“ Markt. Bis heute, obwohl wir mittlerweile den Luxus bulgarischer Wochenmärkte genießen, ist dieser Markt qualitativ der beste Markt, auf dem ich jemals eingekauft habe. Schon die Präsentation von Obst und Gemüse ist toll, aber die Qualität der Ware sensationell. Erdbeeren, die (allerdings wie in Bulgarien) innen tiefdunkelrot sind, Kirschen, die wie Pralinen in Schalen und Schachteln präsentiert verkauft werden und genauso süß schmecken wie Pralinen, Trauben so süß wie unsere eigenen in Bulgarien, die nicht nur aussehen wie Honig, sondern auch so süß sind. Himbeeren, die den ganzen Weg nach Hause duften vor lauter Aroma und Pfirsiche, die so saftig sind, dass der Heimweg fast schon zu lang ist. Ja, wir verfielen in Kaufrausch.

Abends trafen wir deutsche Reisende, mit denen wir über Social Media schon länger in Kontakt waren bei „unserem“ Libanesen von damals, dann kuschelten wir uns ins Bett und schliefen herrlich tief, fest und lang. So, als hätte unser Hirn registriert „angekommen, abschalten!“. Unsere Nachbarn von oben hatten mittlerweile Kinder bekommen, die von unten eine Katze, mein kleines rotes „Glitzermesser“ lag nicht mehr in der Besteckschublade, aber sonst war alles wie damals. Sogar die von uns gekauften Wäscheklammern lagen wie gewohnt in der hübschen Holzkiste im rechten Nachtkästchen. Aber Taschkent hatte sich verändert, war moderner und attraktiver geworden. Zum Beispiel hatte der Park „Magic City“ eröffnet und den wollten wir erleben.

„Magic City“ ist eine Art Freizeitpark, aber er kostet keinen Eintritt. Es gibt ein Viertel mit Geschäften und Supermarkt, ein Viertel mit Restaurants, eine Art Jahrmarkt mit Schießbuden, ein großes Aquarium, Kino, Bowlingbahn, Museum, Ausstellungen, Seen, Wasserfontänen, Fahrgeschäfte und eine Parkanlage mit alten Bäumen zum Flanieren. Ausstellungen, Museen, Aquarium und Fahrgeschäfte kosten separat Eintritt, alles andere ist gratis. Und dementsprechend gut wird es von der Bevölkerung angenommen, die mit Kind und Kegel zu den stündlich stattfindenden Wasserfontänen mit Musik oder rund um den See flanieren.

Wir besuchten die „Aya Projekt“ Ausstellung. In sechs oder sieben Räumen erlebt man Lichteffekte, Spiegel, Laserprojektionen und Musik. Sehr gut gemacht! Jeder Raum anders und anders schön: ein Raum voll flatternder Laserlicht – Schmetterlinge, ein anderer voll Spiegel und tausend Lichtlein, die so verwirren, dass man den Ausgang aus dem vielleicht 6qm kleinen Raum kaum findet, jeder Raum ein tolles Erlebnis für sich, perfekt inszeniert aus Musik und Licht.

Vor einem Raum mussten alle Besucher – und das waren hauptsächlich Erwachsene – sich Überzieher über die Schuhe ziehen. Dann wurde ein Vorhang geöffnet und man stand inmitten eines Bällebades im Weltall (das hier „Kosmos“ heißt): Meteoriten, Asteroiden, Satelliten, Raumschiffe und Kosmonauten wurden rund um ein Bällebad projiziert, in das sich die Erwachsenen vorsichtig setzten oder fallen ließen. Was mir nicht klar war: für die meisten Besucher wie auch Jan war es das erste Mal ihres Lebens im Bällebad, denn bis in die 1990er Jahre gab es das, zumindest in Deutschland, nur in Süddeutschland: in den ersten, süddeutschen IKEA-Häusern in den 1970ern und im Holiday Park Haßloch. Ich habe den Großteil meiner Kindheit in Süddeutschland verbracht und war daher wohl der einzige „Bällebad – Profi“ im Raum.
Als Jan und ich alleine im „Kosmos“ waren, traute ich mich, das zu tun, was ich vor 45 Jahren im Bällebad so gemacht habe: im Bogen kopfüber hineinspringen und tief in die Bälle eintauchen, um sich wieder an die Oberfläche zu wühlen. Ja, das macht mit 50 genauso Spaß wie mit fünf. Aber mit 50 kann man in Anwesenheit gleichaltriger Besucher auch einfach das Gesamtkunstwerk aus Musik, Licht, Projektionen und Bällen genießen und anderen Besuchern bei ihrem ersten Bällebad zusehen.

Dass das Bällebad im Rahmen einer Weltall-Installation war, passte zufällig zu der WhatsApp, die während des Besuchs auf unseren Telefonen aufpoppte: der Termin für unseren Besuch im Kosmodrom Baikonur wurde bestätigt! Erst im September, aber da das Kosmodrom auf russischem Staatsgebiet in Kasachstan liegt, ist da ein gewisser organisatorischer Vorlauf nötig. Wenn alles klappt wie geplant, werden wir dieses Jahr noch aus nächster Nähe erleben, wie eine Rakete ins All fliegt!

Doch jetzt werden wir erstmal Tadschikistan erleben. Unser Ausflug „nach Hause“ in „unsere“ Wohnung in Taschkent, Usbekistan, war ja nicht geplant und kam nur deswegen zustande, weil bei Hans plötzlich die Fensterheber nicht mehr wollten. Was uns erst geärgert hat, war letztendlich perfekt: so sind wir nicht vom Unwetter in den Bergen eingeschlossen worden, haben Freunde getroffen, in unserer alten Wohnung herrlich erholsam geschlafen, auf dem für uns besten Markt der Welt eingekauft und Jan hat sein erstes Bällebad erlebt. Alles ist letztendlich immer für irgendwas gut – auch, wenn es nur eine kaputte Sicherung ist!
Unser zweites Video aus Afghanistan ist online. Ein trauriges Kapitel: die zerstörten Buddhas von Bamyan. 🙁











0 Comments